ENERGIEWENDE
"PV-Ausbau erhöht Strompreise nur noch marginal"
(Von Günther Cramer (Gastbeitrag) am 19.01.2012)
Günther Cramer, SMA Aufsichtsratsvorsitzender, über den Zubau von Solaranlagen 2011, die Diskussion über eine weitere Kürzung der Solarförderung und die Aussicht für die Photovoltaik in Deutschland.Insbesondere die Photovoltaik steht in Deutschland von Teilen der Politik und vor allem seitens der großen Energieversorger weiterhin unter starkem Beschuss. Der Grund liegt auf der Hand: Der Umbau des Energiesystems stellt die bisherigen Geschäftsmodelle der Energieversorgungsunternehmen zunehmend in Frage. Und gerade die Photovoltaik, die dezentral und verbrauchernah Strom erzeugt, nimmt diesen Unternehmen mit jeder neu installierten Photovoltaikanlage weitere Marktanteile weg.
Unerwartet hoher Zubau zum Jahresende 2011
Allein 2011 stieg in Deutschland die Stromerzeugung aus PV-Anlagen um 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach 7,4 Gigawatt Zubau 2010 ging im vergangenen Jahr etwa genauso viel Photovoltaikleistung ans Netz: Trotz der drei ersten schwachen Quartale 2011 hat wider Erwarten eine extreme Nachfrage im Dezember den Jahreszubau in diese Höhe getrieben. Insbesondere die seit einigen Wochen geführte politische Diskussion um eine kurzfristige Deckelung der Solarförderung sorgte für Verunsicherung bei Investoren und Bürgern, eine unerwartet starke Jahresendrallye war die Folge. Durch den erfolgten Zubau 2011 wird der Anteil der Photovoltaik... weiter lesen...
BEE: Erneuerbare sparen 11 Mrd. Euro Energieimporte
Berlin - Nach Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) haben regenerative Energien im Jahr 2011 Brennstoffimporte in Höhe von 11 Mrd. Euro ersetzt und mehr als 9 Mrd. Euro externe Kosten vermieden. Insgesamt stieg der Anteil der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch im letzten Jahr in Deutschland auf 11,9 Prozent (2010: 11,0 Prozent), was einer Einsparung von 127 Millionen Tonnen Kohlendioxid entspricht. „Diese beeindruckenden Zahlen belegen einmal mehr die Bedeutung Erneuerbarer Energien für den Klimaschutz und die zunehmende Unabhängigkeit von Energieimporten“, stellt BEE-Präsident Dietmar Schütz zusammenfassend fest.
EE-Stromanteil steigt, regenerative Wäme und Treibstoffe rückläufig
Im Strombereich steigt der Anteil der... weiter lesen...
siehe auch
Rösler begründet Solarausstiegsgesetz
(Sonnenseite - Franz Alt)
Fortschreibung Landesentwicklungsplan für Energiewende
(Quelle: Landeszeitung Rheinland-Pfalz)
ENERGIEWENDE UND RAUMPLANUNG
Lemke: „100 Prozent Erneuerbare Energie bis 2030 – So geht´s“
Mainz, 24.01.12 „Wir setzen in der Energiewende vor allem auf den Ausbau der Windkraft und schaffen dafür die planerischen Bedingungen“, stellte heute die für Energie und Klimaschutz zuständige Wirtschaftsministerin Eveline Lemke fest. Heute hat das Kabinett dem von Ministerin Lemke vorgelegten Entwurf der Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP IV) in erster Lesung grundsätzlich zugestimmt. Jetzt schließt sich das im Landesplanungsgesetz vorgeschriebene umfassende Beteiligungsverfahren an. Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Verbände haben hierbei die Möglichkeit zu dem Entwurf Stellung zu nehmen.
„Unser Ziel ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, um Windkraft und Solarenergie stärker und effizienter nutzen zu können als bisher. Dazu gehört, dass Windkraftanlagen an optimalen Standorten geplant und aufgestellt werden, an denen der Wind besonders stark weht, an denen die so genannte Windhöffigkeit besonders groß ist. So ermöglichen wir stärker als bislang, dass die Windkraft sich wirtschaftlich lohnt. Andererseits bedeutet die Weiterentwicklung der Raumplanung über das LEP IV auch, den Flächenverbrauch optimal zu gestalten. Hier gilt die Festlegung: Wir wollen zwei Prozent der Landesfläche für Windenergieanlagen aufwenden“, so die Ministerin weiter. Eine wichtige Maßnahme ist es in diesem Zusammenhang den Gemeinden größere Spielräume zur Ausweisung von Windkraftflächen in der Flächennutzungsplanung zu geben. Damit wird ein Ziel der Koalitionsvereinbarung umgesetzt: „Ich setze darauf, dass die Orts- und Verbandsgemeinden ihren größeren Spielraum kooperativ und solidarisch nutzen.
Rheinland-Pfalz will bis zum Jahr 2030 bilanziell 100 Prozent des Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien decken. Bis zum Jahr 2020 soll die Stromerzeugung aus der Windkraft verfünffacht werden und der Beitrag der Fotovoltaik auf über zwei Terawattstunden steigen.
Siehe auch:
Land und Kommunen bauen Windkraft gemeinsam aus
Erneuerbare verdrängen Atomenergie
Laut Angaben des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft lag im letzten Jahr der Anteil der Erneuerbaren Energien beim Stromverbrauch bei rund 20 Prozent. Damit haben die Erneuerbaren die Atomenergie (18 Prozent) überrundet und nehmen jetzt hinter der Braunkohle (25 Prozent) den zweiten Platz im Energiemix ein. Die wichtigste Energiequelle für den Ökostrom bleibt die Windkraft mit 7,5 Prozent, gefolgt von Biomasse und Sonnenenergie mit jeweils 5,6 und 3,5 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Ökostrom-Anteil im Energiemix bei 18,5 Prozent.
- - Colourbox -- Der Wandel hin zu grünen Technologien hat Folgen für die UmweltFORSCHUNG UND TECHNIK:
Besser so?
Um Nuklearkatastrophen und Klimawandel zu verhindern, soll Strom künftig aus Wind und Sonne stammen. Doch auch die grünen Technologien haben Nebenwirkungen ... - weiter lesen auf FOCUS Online:
Windfarmen - Wirbel mit negativen Folgen (Teil 2/5)
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Energie aus Mais - vernichtende Umweltbilanz (Teil 3/5)
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Solarenergie - die leuchtende Ausnahme (Teil 4/5)
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Stromtrassen – Flaschenhals der Energiewende (Teil 5/5)
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05.09.2011 Pressmitteilung Landtagsfraktion
Grüne: Energiewende in Rheinland-Pfalz kommt gut voran
PM 78 / 2011] „Äußerst erfolgreich" war die Veranstaltung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Thema „Energiewende in Rheinland-Pfalz" am vergangen Samstag. Die Fraktion hatte für die konkrete poltische Ausgestaltung der Energiewende mit dem Ziel bis 2030 den Strom in Rheinland-Pfalz aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen eingeladen. Der Fraktionsvorsitzende Daniel Köbler sagt: „Die Energiewende gehört mit dem Einhalten der Schuldenbremse zu den zentralen Zielen der rot-grünen Zusammenarbeit. Wir wissen, dass wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesteckt haben, bis 2030 Rheinland-Pfalz zu 100 Prozent mit Strom aus Erneuerbaren Energien zu versorgen –wir kommen gut voran."
Köbler weiter: „Wir werden die Energiewende und unsere Politik allgemein nicht von oben herab diktieren, sondern gemeinsam mit den Menschen erarbeiten. Unsere Kommunalpolitikerinnen und -politiker sind für uns wichtige AnsprechpartnerInnen, um die Pläne, Hürden und Nöte vor Ort zu sammeln und in die Landespolitik einzubringen. Die Veranstaltung „Energiewende in Rheinland-Pfalz' hilft, den Ausbau der Erneuerbaren Energien vernünftig und zielgerichtet zu gestalten. Wir arbeiten in der Landtagsfraktion mit aller gebotenen Konsequenz, aber nicht hektisch an der Wende."
Hundert KommunalpolitikerInnen diskutierten in Arbeitsgruppen und im Plenum intensiv über die konkrete Umsetzung der gesteckten Ziele. „Es wird uns gut gelingen, die Politik der Landtagsfraktion mit den Bedürfnissen und den Anliegen vor Ort zu verknüpfen. Dazu sind sicherlich viele weitere Treffen notwendig. Wir sind da ein Stück weiter als die CDU, die sich ja noch auf Neuland und etwas schwankendem Untergrund bewegt. Aber unser Interesse, alle zum Aufbruch in ein neues Energiezeitalter mitzunehmen, ist groß." fasst Dr. Bernhard Braun die aktuelle Diskussion im Land zusammen.
In der Verantwortung des Energiepolitischen Sprechers der Fraktion lag die Organisation der Veranstaltung. In Fachvorträgen informierten die Ministerinnen Eveline Lemke und Ulrike Höfken sowie deren Staatssekretäre Ernst-Christoph Stolper und Dr. Thomas Griese sowie Köbler, Braun und der Sprecher der Fraktion für Umweltpolitik und Raumplanung, Andreas Hartenfels die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diese gingen danach in Workshops tiefer auf die Themen „Biomasse", „Wind und Sonne" sowie Energieagenturen ein. Zu den ReferentInnen gehörten der Landesvorstandssprecher BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz Uwe Diederichs-Seidel, die Mainzer Umweltdezernentin Katrin Eder und der Energiebeauftragte des Landkreises Südwestpfalz Manfred Seibel.
Ein Ergebnis der Tagung zeichnete sich bereits im Vortrag von Staatssekretär Stolper ab: Die Möglichkeiten von Biomasse, Geothermie und Wasserkraft sind in Rheinland-Pfalz aus verschiedenen strukturellen Gründen begrenzt. Hauptträger der 100-Prozent-Strategie wird die Windkraft sein, dahinter die Photovoltaik.
Energiewende: 100 neue Windräder pro Jahr
Rheinland-Pfalz - Die Energiewende ist das Kernthema grüner Politik in Rheinland-Pfalz. Nach einem Fachforum mit über 100 Kommunalpolitikern hat die Landtagsfraktion neue Wegmarken gesetzt.
Das große Ziel bleibt, dass bis 2030 sämtlicher im Land verbrauchte Strom komplett aus regenerativer Energie gewonnen wird. Die Menge an produziertem Windstrom soll sich bis 2020 verfünffachen und bis 2030 verneunfachen. "Wir werden die Energiewende mit einer Art Masterplan anschieben", erklärte Grünen-Fraktionschef Daniel Köbler in Mainz. Pro Jahr sollen 90 bis 100 Windkraftanlagen hinzukommen. "Es wird zu keiner Verspargelung der Landschaft kommen", versicherte der umweltpolitische Sprecher Andreas Hartenfels (Grüne).
Die rot-grüne Energiewende soll zu 75 Prozent über Windkraft und zu 25 Prozent über Fotovoltaik (Sonnenenergie) realisiert werden.
03.09.2011 von 11 bis 15:00 Uhr
"Energiewende in Rheinland-Pfalz"
Tag der Energiewende - Bündnis90/die Grünen
Die Landtagsfraktion veranstaltet am kommenden Samstag eine Tagung zur Energiewende in der Fraktion und die zuständigen KommunalpolitikerInnen Informationen austauschen, Aufgabenstellungen klären und Vorhaben skizzieren. Auch die Ministerien sind zu diesem Termin eingeladen. In einer Pressekonferenz stellen der Fraktionsvorsitzende Daniel Köbler, der energiepolitische Sprecher Dr. Bernhard Braun und der umweltpolitische Sprecher Andreas Hartenfels die Ergebnisse der Tagung vor. Braun erklärt: „Die Energiewende gehört zu den zentralen Zielen der grünen Landtagsfraktion. Deswegen ist es für uns wichtig, im Dialog und im gemeinsamen Prozess mit den Verantwortlichen in den Kommunen die Ziele voran zu treiben. " Zu den Ergebnissen der CDU-Klausur sagt Köbler: „Wir freuen uns über jeden, der zur Energiewende findet – und sei es noch so spät. Eigene konkrete Vorschläge hat die CDU auf ihrer Klausur indes nicht entwickelt – dafür fehlt es ihr an inhaltlicher Substanz und an Geschlossenheit. Zwei Tage in Klausur zu gehen, um dann mit der nicht wirklich neuen Idee eines Energiegipfels hervorzutreten, ist nicht gerade effektiv." Köbler weiter: „Wir werden den Weg zu 100 Prozent Erneuerbaren mit den Rheinland-PfälzerInnen gemeinsam gehen. Dazu treten wir in Dialog: mit den für Energieerzeugung und -vertrieb zuständigen Unternehmen, mit den Kommunen und vor allem mit den BürgerInnen in unserem Land."
Ministerin Lemke: "Ausbau der Windkraft beschleunigt die Energiewende"
11.08.2011
Die Windenergie ist die wichtigste Säule für die Energiewende in Rheinland-Pfalz und Deutschland. Ende Juni 2011 waren in Rheinland-Pfalz 1.125 Anlagen mit einer installierten Leistung von über 1.500 Megawatt (MW) in Betrieb. Bei dem Zubau von neuen Windkraftanlagen belegte Rheinland-Pfalz im ersten Halbjahr 2011 deutschlandweit Platz 3. Zum vierten Mal findet heute an der Fachhochschule Bingen der Windenergietag statt. Das große Interesse an dem Thema lässt sich daran erkennen, dass die Veranstaltung mit über 350 Interessenten seit Wochen ausgebucht ist. Ministerin Eveline Lemke betonte in ihrer Rede, dass sie sich für eine Energieversorgung einsetzt, die nachhaltig, innovativ, umweltverträglich, sicher und bezahlbar ist. „Zentraler Baustein ist neben der Energieeinsparung und der Erhöhung der Energieeffizienz der Ausbau der Erneuerbaren Energien, vor allem der Windkraft. Die Landesregierung wird die Energiewende in Rheinland-Pfalz mit großer Entschlossenheit umsetzen und damit Arbeitsplätze, insbesondere im Mittelstand, schaffen und erhalten.“ Dies gehe mit einer Dezentralisierung der Energieversorgung einher. „Bis 2030 wird der in Rheinland-Pfalz verbrauchte Strom bilanziell zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gewonnen werden“, so die Ministerin. „Für die Umsetzung ist entscheidend, dass Bevölkerung und Kommunen den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren, insbesondere der Windenergie, akzeptieren. Dafür müssen wir auf dem bereits Erreichten aufbauen und neue, intelligente Wege für die Nutzung und die Vermarktung des Windstroms realisieren. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, mit den Kommunen und den Unternehmen die Energiewende erfolgreich zu gestalten“.
(auf der Seite des Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung...)
Im grünen Zweistromland
Photovoltaik-Anlage im Allgäu - ddp/dapd/M. LatzDie Energiewende beginnt auf dem Land: Schwäbische Öko-Tüftler produzieren Gewinne für alle im Dorf. Im Osten profitieren Investoren – und hinterlassen zerstörte Heimat.
Der Dorfbach plätschert. Das Aroma von frisch gemähten Wiesen und der Dieselklang der Traktoren schweben in der Luft. Am Ortseingang grasen Kühe. Ein bayerisches Bilderbuchdorf, traditionell unter Linden und Kastanien, über denen sich weißblau der Himmel wölbt.
127 Fakten zur Energiewende
Diese Woche startet Deutschland sein größtes technisches und gesellschaftliches Experiment: die kollektive Flucht aus der Atomwirtschaft. Kann das so funktionieren, oder übernehmen wir uns?
Der Versuch beginnt – mit völlig ungewissem Ausgang. Wird das Jahrhundertprojekt Energiewende gelingen oder Deutschland in die Dunkelheit von andauernden Blackouts tauchen und massenhaft Investitionsruinen produzieren?
Wie werden wir uns fühlen, wenn tatsächlich bis zu 41 000 neue Windräder, unübersehbar hoch wie der Kölner Dom, aus deutschem Boden sprießen, in Naturschutzgebieten ebenso wie am Stadtrand? Es könnte uns nerven, dass monatelang Straßen mit überbreiten Transportern für gigantische Masten und Rotoren blockiert sind oder dass sich grüne Wiesen vor allem im Süden in zig quadratkilometergroße schwarze Flächen für Sonnenkollektoren verwandeln. Werden wir es mögen, dass uns eine Stromampel sagt, bei rotem Licht ist es doppelt so teuer wie sonst, die Spülmaschine anzustellen?
Es ist eine Reise in die Zukunft mit vielen Chancen – aber auch erheblichem Risiko. Eine historische „Anstrengung“ (Angela Merkel) mit gravierenden Folgen – politischen, ökonomischen und ökologischen. Die Energiewende ändert unseren Lebensstil. Auch die Art, wie wir wirtschaften, wie wir uns organisieren.
Auf der einen Seite herrscht großer Optimismus: Die Bedrohung, die für viele Menschen unwiderruflich mit der Nukleartechnik verbunden ist, verschwindet nach und nach zumindest im eigenen Land. Weltweit gehört regenerativen Energien die Zukunft, Deutschland prescht voran und sichert sich hoffentlich einen Vorsprung, der Hunderttausende neue Arbeitsplätze mit sich bringen könnte. Der Zwang zu Sparsamkeit und Effizienz treibt Ingenieure zu Höchstleistungen. Langfristig sinkt die Abhängigkeit von Importen aus unsicheren Lieferländern im Nahen und Fernen Osten, die E(nergie)-Waffe verliert ihren Schrecken.
Demgegenüber steht wachsende Skepsis: Die Energiewende führt die Stromnetze an den Rand der Belastbarkeit. Neue, auch fossile Kraftwerke müssen entstehen. Stromautobahnen werden in großer Breite die Landschaft zerschneiden. Nur so gelangt der Windstrom von den Küsten zu den Verbrauchszentren in der Mitte und im Süden. Aber wo sollen die Leitungen verlaufen, wo die neuen Anlagen stehen?
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Energiepolitik für die Großen - zu Lasten der Kleinen
(ein Bericht der Badischen Zeitung - von Bernward Janzing)
Die Bundesregierung setzt bei der Energiewende vor allem auf jene Techniken, die viel Kapital erfordern und von den etablierten Versorgern genutzt werden.
... Während die Photovoltaik häufig immer noch als teure Energie gescholten wird, soll eine mitunter noch teurere Energie sogar noch mehr Geld erhalten: die Geothermie. Auch dieser Schritt passt ins Schema, weil die Geothermie üblicherweise das Metier kapitalkräftiger Investoren ist. Der Geothermie-Strom, der bisher mit zumeist 23 Cent bedacht wurde, soll künftig sogar mit 25 Cent vergütet werden – ohne jeden Anreiz, die zugleich in großen Mengen anfallende Wärme zum Heizen zu nutzen. So sollen im Jahr 2012 Erdwärmekraftwerke mehr für die Kilowattstunde bekommen als manche Solarstromanlage. Bei guter Marktentwicklung nämlich werden selbst kleine Photovoltaikanlagen, die naturgemäß immer die teuersten sind, ab Januar unterhalb der Vergütung der Geothermie liegen. Und weil die Geothermie im Unterschied zur Photovoltaik bislang keine Fortschritte in der Preisentwicklung aufzeigen kann, wird ihr Abstand zur Photovoltaik wachsen. So übernimmt die Geothermie schon bald den teuersten Part im erneuerbaren Energiemix.
siehe auch
Ökostrom lohnt sich für Konzerne
(von Bernward Janzing) - taz.de
BUND-Einschätzung: Gesetze zur Energiewende und Atomausstieg
Bundesrat beschließt Energiepaket. Erfolge, Kritik und Forderungen.
Das BUND-Klimateam aus Berlin gibt eine Übersicht über die wichtigsten neuen Gesetze, eine kurze Bewertung des BUND und die Forderungen für eine
Energiewende.
siehe auch
CO2-Speicherung birgt Risiken und leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz
CO2-Endlager: Gesetz trotz Risiken vom Bundestag beschlossen
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Garching:
Energiewende kommt ins Schleudern
Geothermie-Fernwärme Garching "Verkalkuliert"
Gesellschafter steigt aus
Kerngeschäft bedroht
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"Hier ist es gut, hier möchte ich sein"
(Wind und Wasserkraft)
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