Projekte
GeORG (EU-Projekt)
Geopotenziale des tieferen Untergrundes im Oberrheingraben
(Dieses Projekt wird von der EU kofinanziert: EFRE – Europäischer Fond für regionale Entwicklung.
Siehe Liste der EFRE-Mittel Begünstigten im Rahmen der zum 09.12.2009 vom Begleitausschuss des Programms INTERREG IV Oberrhein angenommen 48 Projekte.
Daran sind unter anderem auch das Regierungspräsidium Freiburg (316.500€) und das Landesamt für Geologie und Bergbau, Rheinland Pfalz (290.000€) beteiligt. (siehe Liste der EFRE-Mittel - Seite 5 - C3)
Dazu fand am 18.11.2010 in Freiburg ein technischer Workshop statt, dessen Ziel es ist.....
GEORG erforscht den Oberrheingraben
(Badische Zeitung)
Das Projekt "Geopotenziale des tieferen Untergrundes im Oberrheingraben" soll Erdwärmenutzung am Oberrhein sicherer machen
FREIBURG. Seit knapp zwei Jahren weiß man am Oberrhein, dass man hier nicht ohne weiteres tief bohren kann. Damals bebte in und um Basel die Erde. Um Erdwärme zu nutzen, war Wasser in ein fünf Kilometer tiefes Bohrloch gedrückt worden und hatte spürbare Erdbeben ausgelöst. Um solche Risiken besser abschätzen zu können, muss man wissen, wie es im Rheingraben aussieht. Dazu soll jetzt ein dreidimensionales Computermodell entstehen.
Ein solches Modell für den Rheingraben ist komplizierter als das für die meisten Gebirge. Denn das heutige Tal ist in den vergangenen 45 Millionen Jahren um bis zu 3,5 Kilometer eingesunken, während sich Vogesen und Schwarzwald um 2,5 Kilometer gehoben haben. Durch die Bewegungen sind die Gesteinsschichten zerbrochen, und manche liegen kreuz und quer unten im Graben, der durch Erosion und das Rheingeschiebe teilweise wieder aufgefüllt worden ist. Von den beiden Gebirgszügen haben Wind und Wetter zugleich viele Gesteine abgetragen, die man im Rheingraben noch vorfindet.
In groben Zügen ist das alles bekannt. Was fehlt, ist eine detaillierte Darstellung der Gesteinskörper und Erosionsschichten in ihrer genauen Lage, Mächtigkeit und chemisch-physikalischen Zusammensetzung. Zu diesem Zweck ist im Oktober mit Finanzhilfe der EU ein trinationales Projekt gestartet worden.
.... Aber ob sich eine Bohrung an dieser Stelle tatsächlich lohnt, muss ein Investor durch eigene Nachforschungen selbst herausfinden: So genau ist das Modell nicht. Deshalb könnte es laut Sokol auch nicht eine Katastrophe wie in Staufen verhindern: Die Gips-Keuper-Schicht unter der Stadt, die für die derzeitigen Hebungen verantwortlich gemacht wird, ist zu klein für den Maßstab des Computermodells.
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